Was ist eine beglaubigte Übersetzung?

Beglaubigte Übersetzungen von Dokumenten werden von offiziellen Stellen wie Ämtern oder Behörden verlangt. Streng genommen handelt es sich nicht um eine „Beglaubigung“ der Übersetzung, sondern die Übersetzerin bestätigt/bescheinigt Richtigkeit und Vollständigkeit ihrer Übersetzung mit ihrer Unterschrift (und ggf. mit Stempel). Um das tun zu dürfen, muss sie vom zuständigen Landgericht als Übersetzerin ermächtigt werden (oder vereidigt oder beeidigt – die Bezeichnungen variieren von Bundesland zu Bundesland). Der Ausdruck der Übersetzung wird mit einer Kopie bzw. dem Ausdruck des Scans der Urkunde untrennbar miteinander verbunden. Nur in dieser Kombination wird die Übersetzung von Ämtern anerkannt.

Notwendig sind beglaubigte Übersetzungen z. B. bei Eheschließung von Ausländern, Aus- oder Einwanderung. In der Regel ist die Vorlage der Originalurkunde nicht notwendig; eine Kopie bzw. ein Scan reicht. Als Übersetzerinnen sind wir ohnehin weder befugt noch in der Lage, die Echtheit eines Dokuments beurteilen zu können. Ob die Vorlage der Originalurkunde bei der Übersetzerin notwendig ist, erfragen Sie bitte bei der empfangenden Behörde.

Alle Übersetzerinnen/Verkäuferinnen in diesem Shop wurden in Deutschland ermächtigt und ihre Übersetzungen haben in ganz Deutschland Gültigkeit. Meist werden die beglaubigten Übersetzungen in die Fremdsprache auch im Zielland anerkannt, dies kann jedoch nicht garantiert werden. Ob dem so ist, erfragen Sie bitte bei der empfangenden Behörde.

Apostillen

Wird ein Dokument in einem anderen Land verwendet als in dem, in dem es ausgestellt wurde, muss die Echtheit der Unterschrift auf diesem Dokument in der Regel mit einer Apostille (oder einer Überbeglaubigung; das hängt vom Land der Verwendung ab) bestätigt werden. Im Grunde muss diese Apostille nicht mit übersetzt werden, weil alle Apostillen genormt sind, viele Behörden verlangen dies dennoch. Ob dem so ist, erfragen Sie bitte bei der empfangenden Behörde. Apostillen sind in allen angebotenen Sprachkombinationen im Shop erhältlich und können zum Dokument hinzu bestellt werden.

Soll die Übersetzung im Ausland verwendet werden und wird eine Apostille/Überbeglaubigung der Übersetzung verlangt, wird diese durch das Landgericht vorgenommen, bei dem die Übersetzerin ermächtigt wurde. Dort liegt eine Unterschriftenprobe der Übersetzerin vor, mit der die Unterschrift unter der Übersetzung verglichen und anschließend die Echtheit bestätigt wird. Diese Apostille/Überbeglaubigung können Sie selbst beim Landgericht anfordern, indem Sie die Übersetzung dorthin schicken, oder die Übersetzerin mit diesem Service beauftragen.

Brauche ich einen Notar?

Nein. In Deutschland dürfen wirklich nur ermächtigte Übersetzer/-innen beglaubigte Übersetzungen durchführen – keine Notare (es sei denn, sie sind für die entsprechende Sprache als Übersetzer ermächtigt). Die Unterschrift der Übersetzerin kann zwar auch von einem Notar bestätigt werden, der Aufwand ist jedoch größer als beim Landgericht – und der Service damit teurer. Sie brauchen also wirklich in keinem Fall den Dienst eines Notars.